Austria3 zu Gast bei Fin5
Fin5 ist in Finnland seit 1984 sommerlicher Fixpunkt, heuer fand der Fünftagelauf aber erst zum zweiten Mal in der Region Lappland statt. Im Hohen Norden des Nordens, genauer gesagt in Salla, gingen von 05. bis 10. Juli 2026 nicht Fendrich, Ambros & Danzer als Austria3 auf Tournee sondern Sabine, Hannes & Fabian als Teil von Fin5 in diese Geschichte ein. Eine Geschichte, die dort spielt, wo die Tage nicht enden, die Landschaft ein Traum ist, es mehr Rentiere als Menschen gibt und das Terrain alles bietet, was das OL-Herz höher schlagen lässt.

Schon mal von Salla gehört? Nein, warum auch. Es ist die Gemeinde, die mit dem Slogan „In the middle of nowhere“ um Gäste wirbt. Wenn du in Salla andere Menschen triffst, hast du Glück gehabt. Mal schnell bei der Nachbarin ein Stück Butter holen, das kann schon mal zum Tagesausflug werden. Der 3.500-Seelen-Ort ist fast so groß wie das Burgenland und Vorarlberg zusammen. Auf mehr als 5.800km2 gibt es viel Gegend, schön immerhin. Zwei der 5 Etappen finden im Salla Nationalpark statt, andere im Salla Wildnispark und der Waldsprint in einem riesigen Rentiergehege. Viel finnischer geht’s nicht.

Am ersten Tag wurde die Langdistanz ihrem Namen gerecht: sie war lang, sumpfig, und anstrengend. Oft galt es, in Ermangelung von Pfaden und Wegen, schnurgerade „unter dem Strich“ zu orientieren. Zu unserer Überraschung wurden wir auch mit einigen Höhenmetern „verwöhnt“.

Die Mitteldistanz am zweiten Tag war steil, steinig und sumpfig. Die Nässe befeuchtete uns von unten und von oben. Überraschend war, dass die lokalen Gelsen & Mücken davon unbeeindruckt waren und ihren Flugbetrieb auch im Regen nicht einstellten. Wir hätten gut auf sie verzichten können. Zur Wettkampfvorbereitung gehörte nicht nur zu üben, wie man das Emit-Chip-Blättchen in die ungewohnte Auflage zu legen hat, sondern auch die Dusche mit Gelsen-Spray.

Der dritte Tag war auch wieder ein Mitteldistanz-Tag. Sollte ausnahmsweise kein See zur Verfügung stehen, konnte man auch gut „in der Karte schwimmen“. In Erinnerung bleibt eine nasse, steile und sumpfige, Route. Trotz eines gröberen Fehlers konnte Hannes [H45AL] einige der starken und vor allem finnischen Mitbewerber überholen und auf Distanz halten. Es gelang eine bessere Platzierung als am Vortag.

Am vierten Tag wurde gesprintet. Das Rennen war schnell wie schön und führte auch durch einen richtig tiefen Sumpf. Fazit: War trotz der ungewollten Gesellschaft zahlloser Fiegen eh lustig. Hier macht OL richtig Spaß. Mit dem Hochgefühl kommt der letzte Lauf, wieder eine Mitteldistanz. Im extrem schwierigen Gelände mit (zu) vielen Steinlöchern gaben viele bereits auf dem Weg zum zweiten Posten auf. Fabian [H18-] hat sich durchgekämpft und noch zwei Plätze in der Gesamtwertung gut gemacht. Für Hannes [H45AL] endete FIN5 mit einem gelungenen Lauf und der besten Tagesplatzierung zum Abschluss. Eine tolle Woche im hohen Norden ist auch für Sabine, die diesen Artikel geschrieben hat, viel zu schnell zu Ende gegangen.


