„Du bist eingeholt worden!“
Der Wings for Life World Run hat am 10. Mai 2026 wieder die Massen motiviert. Fast 350.000 Menschen aus 192 Ländern waren weltweit mit dabei. In Wien bewegten sich 13.500 Aktive beim großen „Flagship Run“ und weitere 82.000 bei diversen App Runs in ganz Österreich. Alle Startgelder fließen zu 100% in die Rückenmarksforschung und so wurden über € 9 Millionen an Spenden „gesammelt“. Laufend, gehend, rollend, und diesmal auch Karte lesend. Bei der Wien-Premiere von „OL meets Wings For Life“ in der Seestadt Aspern waren 10 Wiener Naturfreunde ausdauernd, erfolgreich und so lange mit dabei, bis sie den Schlüsselsatz zu hören bekamen: „Du bist eingeholt worden!“.

Neben Karte, Kompass und SI-Chip ist auch ein Mobiltelefon am Mann oder der Frau. Es sitzt in der Hosentasche (oder einem ähnlichen Aufbewahrungsort) und damit das virtuelle Catcher Car jedem, der mitläuft, im Nacken. Wenn du keine Luft mehr zum Atmen hast und niemand mehr mit dir kommuniziert, das Handy tut es. Du wirst informiert, wenn das Catcher Car losgefahren ist (30 Minuten nach dem Start) und dann, in regelmäßigen Abständen, wie viele Kilometer es noch hinter dir ist. Während die Ziellinie des Rennes von hinten näher rückt, wirst du von deinem Telefon auch angefeuert. Aber irgendwann ist das Feuer und der Ofen aus, du hörst die letzte Mitteilung: „Du bis eingeholt worden!“.

Als letzter Orientierungsläufer bekommt Ferri diese Information nach 2 Stunden 12 Minuten. Er läuft 25,99 Kilometer und „stempelt“ auf seiner karitativen Reise 71 Posten. Die stärksten Frauen sind Aline, die 65 Posten auf ihren Chip lädt, mit 25,68 Kilometern in 2 Stunden 11 Minuten sowie Babsi mit 21,98 Kilometern in 1 Stunde 58 Minuten, wobei sie einen Zeitstreifen bekommt, auf dem 62 Posten aufgelistet sind.

Auf der ganzen Welt erfolgte der Start pünktlich um 13 Uhr, so auch beim „OL meets Wings For Life“-App Run in der Seestadt Aspern. Alle halten eine Karte im A3-Format in den Händen. Auf der Vorderseite ist Teil 1 der Bahn mit den ersten 19 Posten dargestellt. Wer nach der ersten Runde zu Start & Ziel im Gedenkwald östlich der Seestadt zurückkommt, wendet die Karte und sich Teil 2 der Bahn mit weiteren 19 Posten zu. Und immer so weiter. Es kommt also einiges zusammen: an Kilometern, an Posten und auch an Karten. Ferri kommt bis zu Teil 5, wo er noch 3 Posten schafft.

Auf den Plätzen 8 bis 11 der Gesamtwertung ordnen sich Fabian, Hannes, Marina und Axel ein. Jeder aus diesem Quartett war länger als 90 Minuten unterwegs, bis das Catcher Car das Rennen beendete. Außerdem liefen auch Frederic, Bela und Anna für den guten Zweck und alle, die nicht selbst laufen können. Alle Startgelder fließen zu 100% in die Rückenmarksforschung und so wurde am 10. Mai 2026 die Rekordsumme von über € 9 Millionen an Spenden „gesammelt“.

Insgesamt machten knapp 50 Orientierungsläuferinnen und Orientierungsläufer aus Wien, Niederösterreich und der Steiermark diese – von Orienteering Klosterneuburg, OLT Transdanubien, OLG Ströck und WAT.OL veranstaltete – Premiere zu einer gelungenen Veranstaltung. Danke an Wettkampfleiterin Helga Tesarek und ihr Team (auch für die Fotos). Es ist schön und wichtig, dass auch die kleine OL-Familie ein großes Zeichen der Hilfsbereitschaft setzen konnte.


