Nochmal Bronze bei der Militär-WM
Die 53. Militärweltmeisterschaften im Orientierungslauf [CISM] von 19.-25. Oktober 2026 in der Schweiz sind mit einer zweiten Bronzemedaille für Österreich zu Ende gegangen. Während im abschließenden Sprint in Sarnen unser Bundesheer-Duo Ylvi & Nico die Top Ten knapp verpassten, konnte sich Nico in der Team-Wertung mit seinen rot-weiß-roten Sportkameraden den 3. Platz sichern.

Die Schweiz war als eigenständiger Staat nie eine Monarchie. Trotzdem kann man festhalten, dass die beiden Sprint-Entscheidungen im Rahmen der Militärweltmeisterschaften im Orientierungslauf [CISM] in einer „Kaiser-Residenz“ stattfinden. Denn Franz Beckenbauer hatte Ende der 1970er Jahre seinen Wohnsitz in Sarnen. Mit der Ruhe, die der beste & bekannteste Fußballer Deutschlands, genannt „Kaiser“, in Sarnen in der Zentralschweiz gesucht und gefunden hatte, ist es am 24. Oktober 2026 kurzfristig vorbei.

70 Frauen und 135 Männer aus mehr als 25 Nationen sind zum Sprint angetreten. Schneefall bis in tiefere Lagen hat die Temperaturen vor dem Start auf „winterlich“ heruntergekühlt. Wer um den Sieg mitlaufen will, dem wird schnell warm. Die abwechslungsreichen Bahnen fordern zunächst vor allem die Technik. Zahlreiche Sperrgebiete und schnelle Richtungsentscheidungen verlangen volle Konzentration. Gegen Ende wird auf längeren Laufpassagen noch einmal der physische Zustand aller Läuferinnen und Läufer am Ende der Saison überprüft.

Bei den Frauen beißt Ylvi nach ihrem Staffel-Sturz die Zähne zusammen und sich durch das Rennen. Der richtige Flow will sich nie einstellen, Ylvi trifft einige falsche Routen-Entscheidungen. Das erhoffte Spitzenergebnis ist so nicht möglich. Mit dem 12. Platz beendet unsere Bundesheer-Sportlerin die Militär-Weltmeisterschaften und ihre Saison. Sieg & Titel gehen – nicht ganz überraschend – an Simona Aebersold [SUI].

Im Rennen der Männer benötigt Nico ein paar Minuten, um gut im Rennen zu sein. Wertvolle Sekunden sind da schon verloren gegangen. Je länger dieser Sprint dauert, desto besser werden seine Split-Zeiten. Auch am Ende – auf dem Weg zum Ziel ins Leichtathletik-Stadion von Sarnen – kann er mit den Schnellsten mithalten. Für Nico wird es der 13. Platz in diesem gut besetzten und dramatischen Rennen. Akseli Ruohola [FIN gewinnt mit einer Sekunde Vorsprung auf Benjamin Wey [SUI], der sich mit Tomas Krivda [CZE] den zweiten Platz teilt. Enger geht es nicht.

Fehlt noch die Mannschaftswertung. Um die stärksten Teams zu ermitteln, wurde folgende, einfache Formel angemeldet. Für jede Nation werden die drei besten Langdistanz-Zeiten und die drei besten Sprint-Zeiten zu einem Gesamtergebnis addiert. Für die Bundesheer-Abordnung geht bei den Männern die Rechnung auf. Lukas Novak [Leibnitzer AC], Mathias Peter [OLC Graz] & Nico setzen sich im Kampf um die Bronzemedaille gegen Schweden durch. Nach insgesamt gelaufenen 4 Stunden und 27 Minuten ist Österreich um 94 Sekunden schneller als die blau-gelben aus dem Norden.

Im Rahmen der großen Abschlussfeier am Samstagabend, die den offiziellen Schlusspunkt der 53. Militärweltmeisterschaft im Orientierungslauf [CISM] bildet, werden unsere erfolgreichen Heeressportler rund um Nico dann endlich mit jeweils 2 Bronzemedaillen geehrt und geschmückt.


