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Mika erfüllt sich ihren Top30-Traum

Es war heiß, aber cool. Der erste Wettkampftag der European Youth Orienteering Championships [EYOC] in Nova Gorica in Slowenien sorgte vor allem bei Mika [D-18 Elite] für große Freude. Bei ihren letzten Jugend-Europameisterschaften lief sie beim Sprint am 25. Juni 2026 auf den 25. Platz und damit wie erhofft in die Top 30. Die anderen aus dem Naturfreunde Wien-Quartett, nämlich Matilda, Stella Marie und Lauri waren mit ihrem Auftritt nicht so zufrieden.

Foto: Wolfgang W.

Der slowenische Wetterdienst hat für dem Raum Nova Gorica eine Hitzewarnung ausgegeben. Am EYOC-Sprint-Tag wurden 33 Grad im Schatten gemessen. Im Zentrum der europäische Kulturhauptstadt von 2025 staute sich die Hitze genau so wie die rund 400 15-18jährigen Läuferinnen und Läufer aus 34 Nationen vor den Startboxen.

Foto: Wolfgang W.

Die Anspannung war spürbar, die Stimmung großartig, auch weil sich Start und Ziel in einer gemeinsamen Arena direkt auf dem Hauptplatz von Nova Gorica befanden. Auf den internationalen OL-Nachwuchs warteten interessante Bahnen mit spannenden Routenwahlen. Das slowenische EYOC-Sprint-Rezept wurde mit den Zutaten „Künstliche Sperren“ und „Labyrinthe“ weiter verfeinert.  

EYOC-Sprint 2026 [D-18 Elite]

Bei den älteren Mädchen [D-18 Elite] kam Mika nach 15:05 Minuten ins Ziel. Im Feld der mehr als 110 Läuferinnen bedeute das für die beste Österreicherin den starken 25. Platz. Auf die Top Ten fehlten Mika nur rund 30 Sekunden: „Ich bin echt sehr happy mit meinem Lauf, am Anfang zu Posten 3&4 war ich ein bisschen unsicher, weil da waren so viele Sperren. Aber ab dann ging es richtig gut. Und, dass ich endlich mein Ziel in die Top 30 zu laufen erreicht habe freut mich natürlich extrem“ fasst Mika ihren Wettkampftag zufrieden zusammen. „Es war ein sehr cooler letzter EYOC-Sprint“. Ganz anders verlief der Tag für Stella Marie. Ihr erstes Antreten für Österreichs Team bei einer Nachwuchs-Großveranstaltung endete mit einem Fehlstempel: „Am Anfang war ich unsicher. Zu Posten 6 bin ich plötzlich vor einem Zaun gestanden. Ich musste umplanen und habe dann schon weiter vorausgedacht und den Posten 6 nicht mehr auf dem Schirm gehabt und ausgelassen. Erst ab Posten 10 ging es gut. Natürlich bin ich nicht zufrieden“. Nächstes Jahr möchte Stella Marie es dann besser machen. Gold holte sich Lotta Marith Luethi aus der Schweiz.

Foto: Wolfgang W.

Bei den jüngeren Mädchen [D-16 Elite] konnte sich Matilda als zweitbeste Läuferin des ÖFOL-Teams mit dem 53. Platz eine Position genau in der Mitte des Klassements erlaufen: „Da ich letztes Jahr meine ersten EYOC-Erfahrungen sammeln konnte, habe ich mich sehr auf die Wettkämpfe in Slowenien gefreut. Beim heutigen Sprint gab es sowohl gute, als auch unsichere Abschnitte. Besonders schwer fielen mir die langen Routenwahlen, die ich leider oft nicht bis zum Ende geplant habe und da dann viel Zeit verloren habe. Insgesamt bin ich mit meiner Leistung eigentlich ganz zufrieden, hoffe aber nächstes Jahr auf ein besseres Ergebnis.“ Matilda’s Rückstand auf die Elite-Weltcuperprobte (!) Siegerin Dora Delic aus Kroatien betrug dreieinhalb Minuten.

EYOC-Sprint 2026 [H-18 Elite]

Bei den Burschen wurden die Goldmedaillen in beiden Kategorien spanische Beute. Unser Lauri  [H-18 Elite] war zwar bester Österreicher, haderte aber mit dem 54. Platz: Die ersten drei Posten waren gut, aber ich bin nie wirklich in den Flow gekommen und dadurch habe ich viel Zeit verloren. Bei den wichtigen Routenwahlen habe ich mich fast immer falsch entschieden und weiter Zeit eingebüßt“. Im Ziel betrug sein Rückstand schließlich 2:05min., nächstes Jahr, bei seiner letzten Jugend-EM wünscht sich Lauri ein besseres Ergebnis.

Foto: Wolfgang W.

Es ist nicht viel Zeit, sich über den Sprint noch Gedanken zu machen, denn schon morgen am 26. Juni 2026 folgt die Entscheidung über die Langdistanz im „klassischen“ slowenischen Karstgelände. Wir wünschen Mika, Stella Marie, Matilda, Lauri und dem gesamten ÖFOL-Team alles Gute!