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WM-Tagebuch: Mittwoch macht Mut

Das lange Warten ist vorbei. Die Karten sind auf dem Tisch. Am Mittwoch, 12. Juli 2023 haben die World Orienteering Championships 2023 [WOC] in Flims-Laax endlich begonnen. Mit der Qualifikation für das Mitteldistanz-Finale stand auch für das österreichische Team mit Anika, Jannis & Jasmina gleich die erste schwierige Prüfung auf dem WM-Programm. Nicht nur unser Naturfreunde Wien-Trio, sondern die gesamte ÖFOL-Auswahl hat diese Prüfung souverän bestanden. Alle 6 haben sich für das Mitteldistanz-Finale qualifiziert.

Und damit gehört Österreich zum äußerst elitären Kreis der Nationen, die alle ihrer Läuferinnen und Läufer ins Finale gebracht haben: Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark, Schweiz, Frankreich und Österreich. Klingt gut, ist gut.

Sowohl bei den 105 Damen als auch bei den 122 Herren gab es drei Läufe. Die Top 15 aus jedem Vorlauf qualifizierten sich für das Mitteldistanz-Finale am Samstag. Gelaufen wurde diese Qualifikation im östlichen Teil des technisch so fordernden Flimser Waldes. Die Österreicherinnen und Österreicher kamen gut damit zurecht.

Jasmina [Damen Lauf 1] erreichte den 10. Platz und klassierte sich zwischen den Top-Läuferinnen Sabine Hauswirth [SUI] und Andrine Benjaminsen [NOR]. Den Laufsieg holte sich Schwedens Jungstar Hanna Lundberg überlegen mit 2 Minuten Vorsprung. Jasmina benötigte fünfeinhalb Minuten länger als Lundberg.   

Anika [Damen Lauf 2] schaffte als 13. den Sprung ins Finale. In ihrem Lauf dominierte Tove Alexandersson [SWE]. Die Titelverteidigerin und Goldmedaillensammlerin setzte sich sogar mit fast 3 Minuten Vorsprung auf Platz 2 an die Spitze. Den dritten Vorlauf, den auch Carina Polzer [SU Klagenfurt] erfolgreich bestritt, gewann Lokalmatadorin Simona Aebersold [SUI].     

Jannis [Herren Lauf 2] sorgte als sehr starker 4. für die beste ÖFOL-Platzierung an diesem Tag, wobei er nur 34 Sekunden langsamer war als der Weltcupführende Kasper Harlem Fosser. Der Norweger musste sich mit Platz 2 hinter Europameister Albin Ridefeldt zufrieden geben. In den beiden anderen Läufen war Joey Hadorn [SUI] und Matthias Kyburz [SUI] die schnellsten. Auch im Finale sind Gernot Ymsen [HSV Pinkafeld] und Mathias Peter [OLC Graz].    

Österreichs Team mit 3 Damen und 3 Männern hat überzeugt: Sechs gestartet. Sechs im Finale. Die WM fängt ja gut an. Dieser Mittwoch macht Mut.