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Die EYOC 2022 in Ungarn bringt lehrreiche Vergleiche mit der Weltspitze

04. Juli 2022

 

Samstag. Sonntag. Montag. Langdistanz. Sprint. Staffel. Das Programm der European Youth Orienteering Championships [EYOC] 2022 in Salgótarján in Ungarn wieder intensiv, aufregend und lehrreich. Auch für Livia & Anton, die von 2. bis 4. Juli 2022 für das Team Österreich am Start waren.  Betreut wurden sie unter anderem von Flo.

Livia durfte die beiden Einzelbewerbe laufen und erreichte die Plätze 81 und 68, Anton überzeugte lief im Sprint als 15. ins Spitzenfeld, die Langdistanz beendete er auf dem 45. Rang. Unsere beiden jungen Naturfreunde haben bei der EYOC viel erlebt und viel gelernt.    

Freitag, Zeugnisverteilung, Ende der Schule. Samstag, Ferienbeginn, Start der Erholung. Klingt gut, dennoch hatten die Läuferinnen und Läufer des ÖFOL-Jugendteams andere Pläne: Freitag, Zeugnisverteilung, Ende der Schule. Samstag, Sonntag, Montag: sportliche Zeugnisverteilung im nördlichen Ungarn.  

Es begann mit heißen Medaillen-Entscheidungen über die Langdistanz. Wobei sich die 25 bis 30 Grad im Vergleich zu den Vortagen angenehm anfühlten. Tatsächlich präsentierte sich das Gelände sehr anspruchsvoll, sowohl technisch als auch physisch. Lange Teilstrecken durch tiefe Gräben und Dickichtpassagen erforderten eine gute Routenwahlplanung. Aber auch kürzere, sehr präzise anzulaufende Posten gab zu bewältigen. Der Arenadurchlauf brachte Spannung in das Rennen, denn letzte knifflige steile Posten würfelten das Klassement nochmal durcheinander.

Fotos: Anton langer Tag

Livia [D-18 Elite] haderte mit einigen Fehlern und fand sich auf Platz 81 wieder. Nicht ganz nach Wunsch verlaufen ist das Rennen auch für Anton [H-18 Elite], der nach einem starken Beginn etwas mehr Zeit eingebüßt hat als 45. ins Ziel kam.

Die nächste Medaillen-Entscheidung am Sonntag im Sprint in der Kleinstadt Salgótarján. Starke Vorstellungen zeigten die älteren österreichischen Burschen. Allen voran Anton, der größtenteils seine Vorhaben umsetzen konnte, zwischendurch sogar Kurs auf die Top Ten nahm und den Lauf im starken Teilnehmerfeld auf dem ausgezeichneten 15. Platz beendete. Livia kämpfte sich als 68. ins Ziel. Vor allem der technisch komplexe Teil des Sprints war für manche eine große Herausforderung. „Die technische Schwierigkeit der internationalen Sprints sind einfach ein Level höher als wir es aus Österreich gewohnt sind. Insofern müssen wir, sowohl als Team, als auch als österreichische OL-Gemeinschaft, zusammen daran weiterarbeiten.“

Foto: Salgótarján. Stadt. Sprint.  

Zum Abschluss gab es am Montag noch die Staffel-Entscheidungen. Und die erste „Ferienwoche“ hat für das Team Österreich nicht wirklich positiv begonnen. Keine der ÖFOL-Staffeln schaffte den Sprung in die Top Ten. Anton war als Schlussläufer [H-18 Elite] im Einsatz. Er übernahm auf Platz 6 liegend, aber anders als beim Sprint gelang ihm in dieser Konkurrenz kein gutes Rennen, Österreich kam auf Rang  11. ins Ziel. „Ich ärgere mich, dass ich von Beginn weg nicht die nötige Konzentration fand“, fasste er seine Leistung zusammen.

Auf Samstag, Sonntag und Montag folgt den Dienstag: verspäteter Ferienbeginn und Start der Erholung. Aber nur für Livia. Auf Anton wartet mit den Junior World Orienteering Championships 2022 in Portugal schon die nächste sportliche Prüfung inkl. Zeugnisverteilung. Am 10. Juli geht es los.  

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