Berichte

Harter Kampf um Ranglistenpunkte, Titel & Medaillen beim MTBO-Saisonfinale 2020

22. September 2020

Die Mountainbike-Orienteering-Saison ist zu Ende. Nach den letzten beiden Rennen am 19. und 20. September 2020 in Rauchwart im Burgenland stehen nicht nur die österreichischen Meisterinnen und Meister über die Langdistanz fest, sondern auch die Siegerinnen und Sieger in der Austria Cup-Jahreswertung 2020.

Das kleine Grüppchen der mountainbikenden Wiener Naturfreunde wurde am letzten Wettkampfwochende des Jahres mit 1x Langdistanz-Gold durch Babsi [W40-] belohnt. In den Austria Cup-Ranglisten 2020 fixieren Babs, Christine und Boris jeweils einen Stockerlplatz.

Badesee, Campingplatz, Gasthaus. Das Wettkampfzentrum bot alle Annehmlichkeiten. Das spätsommerliche Wetter verlieh dem sportlichen Ausflug ins Südburgenland einen Hauch von Urlaubsstimmung. Der Badesee von Rauchwart ist eine Wohlfühloase zwischen Stegersbach und Güssing.

Man durfte sich von der Idylle des schönen Freizeitgeländes nicht täuschen lassen. Denn südlich des Sees warteten die harmlos wirkenden, aber umso steileren Hügel des Zickenwaldes auf uns Mountainbikerinnen und -biker. Namenlose Hügel, maximal 340m hoch. Die gute Nachricht: die vielen steilen Wege waren nicht sehr lang. Die schlechte Nachricht: die vielen steilen Wege waren steil. Und viele. Das Gelände bot eine echte Rampenschau.  

Die österreichische Meisterschaft über die Langdistanz am Samstag war anspruchsvoll und anstrengend. Die Bahnlegung bot viele spannende Routenwahlen. Starkes Biken und gutes Orientieren waren gefragt. Möglichen Zufallssiegern wurden weder Türen noch Tore geöffnet. Bei den Damen radelte Babsi [W40-] mit 3min. Vorsprung zur Goldmedaille. Christine auf Platz 4 verfehlte Bronze um 4 Minuten. Bei den Herren waren Boris und Michael in der teilnehmerstärksten Kategorie [M50-] am Start. Nach einem harten Tag im Wald sind es acht Sekunden, die keine gute Laune aufkommen lassen. Acht Sekunden, die die Stimmung Einzelner  verderben. Denn Boris verpasste Bronze nach einer Fahrzeit von einer Stunde und 22 Minuten um 8 Sekunden. Michael war, in Erdzeitaltern gerechnet, unwesentlich länger im Wald unterwegs und kämpfte sich als 14. ins Ziel. Wahrscheinlich gibt es keinen besseren Platz, um den Frust zu ertränken, als das Gasthaus direkt im Wettkampfzentrum. Es heißt „See la vie“.

Am Sonntag fielen die letzten Entscheidungen in der Austria Cup-Jahreswertung. Das achte Rennen der Saison war eine verlängerte Mitteldistanz, die mit einem Postennetz gewürzt wurde. Hier konnten/mussten wir bei 6 Posten die Reihenfolge derselben und die Verteilung der zu absolvierenden Höhenmeter selbst bestimmen. Bei den Damen [W40-] kurbelte Babsi auf Platz 3, Christine beendet das Rennen auf dem 5. Platz. Bei den Herren [M50-] ging es im Kampf um Platz 3 wieder um Sekunden, diesmal waren es 5 und diesmal war Boris der Glücklichere. Aber dieses Rennen war keine Meisterschaft, daher gab es für Platz 3 keine Medaille. Der Samstag-Frust konnte also nicht gänzlich abgebaut werden. Aber immerhin.

Dann wurde gerechnet. Minuten und Sekunden wurden in Punkte umgewandelt, um die Austria Cup-Ranglisten 2020 zu erstellen. Die jeweils fünf besten Ergebnisse aus acht möglichen Rennen kamen in die Wertung. Bei den Damen [W40-] sind Babsi und Christine heuer die Nummer 2 und 3 in Österreich. Bei den Herren [M50-] reichten Boris 493 von 500 möglichen Punkten „nur“ zu Rang 3.

Trotz der schwierigen Situation in diesem Jahr und trotz des vesrpäteten Saisonstarts konnten in neun Wochen acht Rennen durchgeführt werden. Vier in Österreich, vier in Ungarn. Der Dank der kleinen Naturfreunde Wien-Mountainbike-Gruppe an alle Veranstalter und Helfer ist groß.

 

Ergebnisse Samstag – ÖM Langdistanz

Zwischenzeiten Samstag – ÖM Langdistanz

Ergebnisse Sonntag – Austria Cup #8

Zwischenzeiten Sonntag – Austria Cup #8

Austria Cup – Gesamtwertung 2020