Frühjahrsklassiker
Klassiker im Sport gibt es zu jeder Jahreszeit, aber die Frühlingsklassiker haben einen besonderen Stellenwert. Egal ob auf Schnee (Engadiner Skimarathon), Gras (Grand National Pferderennen) Kopfsteinpflaster (Radfernfahrt Paris-Roubaix), Asphalt (Wien Marathon) oder Karstgestein (Lipica Open). Beim Orientierungslauf-Frühjahrsklassiker in Slowenien von 07. bis 08. März 2026 spürten 24 Läuferinnen und Läufer unseres Vereines auch den Duft des nahen Meeres in der Nase.

Der Großteil der Naturfreunde Wien-Arbeitsgruppe mit dem selbstauferlegten Aufgabenbereich „Lösen von komplexen Orientierungs-Aufgaben unter Zeitdruck im schwer belaufbaren Gelände rund um das berühmte Gestüt Lipica“ gehört auch dem Trainingszentrum Wien an, Wolfgang W. hielt den „Haufen“ als koordinierender Reiseleiter zusammen. Die liebgewonnene Tradition, sich am Saisonbeginn den Herausforderungen des Lipica Open zu stellen, pflegten heuer neben Wolfi auch Annina, Lauri, Sandra, Matilda, Iris, Florian, Corinna, Anna, Marina, Heike, James, Frederic, Wolfgang P., Josef Z., Christine, Dinah, Günther, Livia, Adam, Nico, Sabine K., Hannes & Fabian hoch.

Wenig überraschend war der Ausflug in die slowenische Karstregion wie immer sehr schön, aber auch sehr fordernd. Und wie immer war der Weg zur guten Leistung sehr steinig. Für einige unseres Teams brachten die zwei Tage mit Lang- und Mitteldistanz neue & höhere technische & physische Anforderungen. Zum Beispiel für Anna & Annina [erstmals W-16] sowie Corinna, Livia & Florian [erstmals Elite 21-] Hervorzuheben ist auch Iris [W-18], die vor diesem Wochenende überhaupt noch nie in Lipica war. Was soll man sagen außer: Challenge gemeistert.

Lipica-Routinier Nico [H Elite 21-] durfte sogar zur Siegerehrung. Am Sonntag verpasste er den Etappensieg um nur 6 Sekunden, in der Wochenend-Gesamtwertung wurde er Dritter und eroberte eine Holzmedaille. Wie auch Marina [D50-] und Wolfgang W. [H55-]. Unbeeindruckt und sehr entspannt waren die Lipizzaner auf ihren weitläufigen Koppeln, das angenehme Wetter machte Tier & Mensch nichts aus.

So wie die weißen Pferde gehört auch (zumindest) ein Ausflug ins nahe Triest zum Lipica Open-Wochenende. Am Samstag Nachmittag war nach dem gemütlichen Stadt-Spaziergang Zeit & Bedarf Gelati zu schlecken. Für einige war es das erste Eis des Jahres. Der Geschmack von Stracciatella & Pistazie auf der Zunge und der Geruch von Salz & Fisch in der Nase. Herrlich.

Anschließend chillten alle direkt an der Promenade dem Sonnenuntergang entgegen, mit dem Geräusch der sanft an die Kaimauern schlagenden Wellen als passender Entspannungsmusik. Lipica, wir kommen (immer) wieder! Da gibt es definitiv keine Zweifel, oder noch besser ausgedrückt: diese Ansage ist in Stein gemeißelt. Karststein nämlich!



