Polnische Erkenntnisse
Rund 2.300 erfahrene Sportlerinnen und Sportler sorgten dafür, dass die World Masters Orienteering Championships 2026 [WMOC] von 06. August 2026 bis 14. August 2026 in Przeworsk – Rzeszów auch heuer wieder einer der Höhepunkt im internationalen Jahreskalender waren. Bei den WM-Entscheidungen in der Südostecke von Polen vertraten Inge, Ferri & Günther das Naturfreunde Wien-Orienteering Team und Österreich.

Bei den Sprint-Entscheidungen in Rzeszow war unser Trio noch nicht dabei, erst als es im Wald ernst wurde, standen die drei Wiener Naturfreunde in der Startbox. Bilanz: Absolute Spitzenplätze oder Medaillen blieben aus. Günthers Kommentare auf Strava zu den eigenen Leistungen fassen diese Weltmeisterschaften ganz gut zusammen.
Wald-Qualifikation, Günther [M55-]: „17. Platz in meinem Heat – morgen A-Finale. Smiley. Smiley. Smiley. Zweimal beim falschen Posten gewesen, aber jedesmal gut korrigieren können“. Auch Ferri [M60-] sichert sich locker den Startplatz im A-Finale. Inge [W70-] qualifiziert sich für das B-Finale.

Mitteldistanz-Finale, Günther [M55A]: „Riskiert und leider daneben gegangen. Gleich zum 1er völlig den Kartenkontakt verloren, sicher 5min gesucht. Die nächsten 14 Posten aber wieder sehr gut – endgültig verkackt habe ich es dann kurz vor dem Ende bei 2 Posten im 2m hohen Gras die wie Kinderposten aussahen auf der Karte, in Wirklichkeit aber extrem gefinkelt waren“. Das ergibt den 74. Platz. Besser geht es Ferri [M60A], er läuft auf den 14. Platz und Inge [W70B] belegt den 51. Platz.

Langdistanz-Finale, Günther [M55B]: „Bis zum 9. Posten ein wahrer Superlauf und auf Platz 1 gelegen (fast 3 Minuten Vorsprung auf den Sieger Peter Jakobsson🫥). Bereits beim 2er konnte ich den 1min vor mir gestarteten Polen einholen. Der 3er saß 20m falsch – es war dort nur die Vormarkierung, wollte bereits weiterlaufen und nur weil jemand anderer rief „here it is“ lief ich nochmals zurück… Immerhin konnte ich einen Schweden davon abbringen, den Posten umzusetzen. Zwangsweise hatte sich jetzt ein Packl aus 4,5 Läufern gebildet. Ich zog meine Routen durch, machte (allein) einen kleinen Fehler und beim 9er waren wir nur mehr zu dritt. Auf der Steigung zum 10er pushten die beiden anderen ziemlich und ich konnte kaum dranbleiben… wir verloren dann leider leicht die Richtung, querten den nächsten Graben viel zu weit westlich und schon waren wir am falschen Rücken🤪. Es passte eigentlich gar nichts mehr, aber die anderen liefen unbeirrt weiter und waren fix überzeugt dass wir eh richtig sind. Spätestens bei einem Getränkeposten, der so überhaupt nicht stimmen konnte, hätte ich die Stopptaste drücken müssen – war aber leider völlig blau und unzurechnungsfähig. Erst 10min später war der Standort wieder klar und das Rennen gelaufen😵💫. Nachträglich gesehen muss ich einfach lernen, mit Gegnerkontakt – den es bei Großveranstaltungen einfach immer gibt – besser umzugehen. Ist mir bei der Quali perfekt gelungen, dann leider gar nimmer“. Das Ergebnis für Günther [M55B]: 15. Platz während sich Ferri [M60A] mit dem 20. Platz zufriedengeben muss und Inge [W70B] die World Masters Orienteering Championships 2026 auf dem 45. Platz beendet.


