Im Frühling war noch einmal Winter
Oslo, Lake Placid, Sportgastein. Unter anderem an diesen drei Orten wurden am 21. und 22. März 2026 noch einmal die Langlaufschi aus dem Keller geholt und für abschließende Wettkämpfe rennfertig gemacht. In Oslo für das Biathlon-Weltcup-Finale, in Lake Placid für die letzten Rennen im Langlauf-Weltcup und in Sportgastein für den Austria Cup-Saisonabschluss im Ski-Orienteering. Bei den drei Wettkämpfen sammelten auch 7 Wiener Naturfreunde wieder Loipenkilometer und Spitzenplätze.

Wenn man das Gasteinertal mit dem Auto erreicht hat, sind es noch rund 50 Kilometer bis zum Ziel. Dorfgastein, Hofgastein, Bad Gastein, Sportgastein, Immer leicht bergauf, am Ende sogar recht steil. Wenn man dann am Ende der Gasteiner Alpenstraße auf rund 1.500m Seehöhe angekommen ist, gerät man leicht ins Schwärmen. Sportgastein ist kein Ort, zumindest nicht im Sinne von Siedlung, Ortschaft oder Dorf. Sportgastein ist Natur beziehungsweise Naturerlebnis. Salzburgs höchstgelegenes Schigebiet lädt zum Schifahren ein, die Hohen Tauern zum Wandern und der weite, offene Talschluss zum Langlaufen.

Die Einladung zum Ski-Orienteering-Saisonabschluss hat der ASKÖ Henndorf ausgesprochen. Aus unserem Naturfreunde Wien-Orienteering Team haben Anna, Sandra, Josef Z., Florian, Herwig, Christoph und Marina diese Einladung angenommen. Es war eine gute Entscheidung. Denn die Schneelage entsprach der Höhenlage, die Loipenverhältnisse waren perfekt, dazu war – zumindest am Samstag – auch das Wetter perfekt. Am Sonntag sorgte leichter Wind für bewegte Luft. Aber alles der Reihe nach.

Das letzte winterliche Austria Cup-Wochenende der Saison begann am Samstag mit einem Mitteldistanz-Wettkampf. Im offenen und weitgehend recht flachen Gelände wurde aus den vorhandenen Loipen und Winterwanderwegen ein interessantes und forderndes Spur-Netz gewoben. Man musste schon genau mitlesen, denn die Bahnen gingen kreuz & quer, und immer wieder kurz rauf & runter. Erschwert wurde das Kartenlesen auch durch den recht „blassen“ und somit nicht leicht erkennbaren Bahnaufdruck. Das beste Ergebnis für unseren Verein erreichte Josef Z. [H55-] mit dem 2. Platz in seiner Kategorie. Für Marina [D35-] und Herwig [H75-] gab es jeweils den 3. Platz.

Am Sonntag warteten dann noch einmal Medaillen auf neue Besitzerinnen und Besitzer. Zunächst wurden in der Elite die österreichischen Staatsmeisterschaften und in allen anderen Altersklassen die österreichischen Meisterschaften im Sprint ausgetragen. Immer wieder bot sich die Gelegenheit für Abkürzungen der Route von Posten zu Posten, Wer hier auf schmalen Spuren, im freien Gelände und bei kurzen, atemberaubenden Abfahrten technisch gut langlaufen konnte, der sparte Zeit und wurde womöglich bei der Siegerehrung belohnt.

In der Staatsmeisterschaft lief Florian auf den 7. Platz. Bei den österreichischen Meisterschaften gab es drei Medaillen für unseren Verein. Eine aus Gold für Josef Z. [H65-], sowie eine aus Silber für Herwig [H75-] und eine aus Bronze für Marina [D35-].

Wie meistens fand die OL-Community auch an diesem Wochenende ein gemeinsames Diskussionsthema. Vor allem rund um den abschließenden Wettkampf, die österreichischen Meisterschaften in der Mixed-Staffel. Diesmal drehten sich viele Gespräche zum Thema „vereinsübergreifende Staffeln“. Soll man das erlauben oder nicht? Soll man diese vereinsübergreifenden Duos dann auch offiziell werten oder nicht? Was sind die Vor- und die Nachteile? Es gab viel zu erörtern und auch viel zu erleben auf den kurzen Staffel-Bahnen. Man war rund 6-8 Minuten unterwegs, dafür aber zweimal. In der Elite kam jede Athletin und jeder Athlet sogar dreimal in den Genuss und in die Sauerstoffschuld. Marina & Josef Z. [D/H 45-] beendeten diese Staffel-Entscheidung auf dem starken 2. Platz in der Seniorenkategorie. Anna & Florian [D/H 18-] erreichten das Ziel auf dem 6. Platz in der Elitekategorie.

Zweimal gilt Großer Dank. Marina hat Infos und Fotos für diesen Bericht zur Verfügung gestellt. Und Christoph, der Cousin des erkrankten und daheimgebliebenen Wolfgang W., war einerseits fast der gesamten Vereinsabordnung Quartier- und Gastgeber und andrerseits auch ein begeisterter Gast als Ski-O-Wettkampf-Neuling.


