Berichte

Langer Langdistanz-Langlauf

Nachdem er zunächst Ende November nur kurz vorbeigeschaut und sich dann wieder sehr geziert und zurückgezogen hatte, kam der Winter schließlich im neuen Jahr doch noch. Mit all seiner Wucht, Kraft und Schönheit.Gerade rechtzeitig vor dem Beginn der Austria-Cup-Saison im Ski-Orienteering in Faistenau. Und der Winter zeigte dann am 10. und 11. Jänner 2026 mit den österreichischen Meisterschaften über die Langdistanz auch eindrucksvoll, was er draufhat. Wie auch das Naturfreunde Wien-Langlauf-Geschwader mit Vicky, Lucia, Florian, Felix, Sabine Ho, Marina, Wolfgang W., Sandra, Thomas, Herwig und Josef Z., das immerhin 5 Medaillen aus dem Salzburger Neuschnee ausgraben konnte. Nach langem Kampf.

Eisige Kälte. Glitzernder Neuschnee. Unangenehmer Wind. Tiefblauer Himmel. Perfekte Loipen. Anspruchsvolle Spuren. Lange Bahnen. Kurze Erholung. An diesem Wochenende war für Alle etwas dabei. Die zwei Tage im Langlaufdorf Faistenau zeigte einmal mehr, wie anspruchsvoll und zugleich faszinierend dieser Sport ist. Unterschiedlichste äußere Bedingungen stellten sowohl die Athletinnen und Athleten als auch das Veranstalterteam vor große Herausforderungen – und machten den Reiz der Wettkämpfe aus.

Zeit zum „Eingewöhnen“ gab es keine. Am ersten Tag waren gleich die österreichischen Meisterschaften und Staatsmeisterschaften über die Langdistanz zu absolvieren. Der Name war Programm. Die einen sprachen von „langen Distanzen und fordernden Streckenführungen“, die anderen wie Marina von „WIRKLICH lang. Zu lang“.  Sie hatte das Gefühl, dass die Streckenangaben mit dem anderen Maßstab gemacht wurden: „Ich bin 15km gelaufen, statt der angegebenen 10km„. Der starke Wind und die abwesende Sonne sorgten dafür, dass sich „nur“ minus 1 Grad sehr kalt angefühlt haben. Bei den Staatsmeisterschaften skatete Florian auf den 5. Platz. Die österreichischen Meisterschaften endeten mit 5 Medaillen für unseren Verein. Gold gewann Josef [H65-], Silber eroberte Wolfgang [H55-] und Bronze gab es für Marina [D35-], Sandra [D45-] und Herwig [H75-]. Dazu lief Vicky [Familie] auf den 1. Platz. Spätestens nach dem abendlichen Sauna-Gang zog es so manchen und manche wieder in den frischen Schnee.

In der Nacht auf Sonntag wurde Faistenau und Umgebung erfolgreich zum Winterwunderland umgebaut.  Neuschnee, strahlender Sonnenschein und klirrende Kälte schufen eine beeindruckende weiß-blaue Kulisse. Das Langlaufen wurde deswegen aber nicht einfacher. Im Gegenteil. Zugeschneite Abschnitte und sich rasch verändernde Loipen verlangten höchste Konzentration und Kraft bis zum letzten Meter. Marina berichtet: „Minus 9 Grad, Sonne, fast kein Wind. Nur die Spuren sind megamühsam. Auch das Mitteldistanz-Renne hat alle Kräfte abverlangt“. Spätestens bei der Siegerehrung waren die Mühen des Tages vergessen. Josef Z. [H65-] und Sabine [Offen kurz] konnten ihre Klassen gewinnen. Zu beklatschen waren auch die 2. Plätze von Lucia [D-12], Vicky [Familie], Wolfgang [H55-] und Herwig [H75-]. Das Podest mit der Aufschrift „3. Platz“ war für Marina [D35-], Thomas [H45-], und Sandra [D45] reserviert.    

Zur allgemeinen Belohnung gab es nach der warmen Dusche in der Sporthalle sogar noch heiße Speisen und Getränke in der Loipen-Hütte. Nach dem „Apres Langlauf“ fuhren alle – auch wenn es in der Organisation große Herausforderungen und kleine Pannen gab – zufrieden und dankbar nach Hause.